Matchbericht FC Dagmersellen – FC Ruswil

Fehlender Spielwitz und mangelnde Aggressivität führten zur Niederlage

Das Fanionteam von Ruswil verlor das Auswärtsspiel gegen den FC Dagmersellen mit 1 : 0. Früh schon rannte man dem Rückstand hinterher und konnte anschliessend über den ganzen Match hinaus keine überzeugende Leistung abliefern.

Mangelnde Kommunikation

Ruswil startete aggressiv und mit mehr Ballbesitz in die Partie. Die Marschrichtung war klar: Man wollte hier gewinnen um von den hinteren Tabellenrängen wegzukommen. Doch es kam alles anders. In der 3. Minute wurde in der Ruswiler Abwehrreihe zu wenig kommuniziert, so dass der gegnerische Stürmer einen scheinbar harmlosen Ball der Verteidigung abluchsen und zum 1:0 einschieben konnte. Die Ruswiler waren ein wenig geschockt von diesem Spielverlauf. Trotzdem versuchten sie das Spiel zu machen, konnten aber durch die vielen Passfehler in der Vorwärtsbewegung nicht wirklich reüssieren.

Geradliniges und effizientes Spiel des Heimteams

Das Heimteam überzeugte mit klugen Pässen auf die Aussenläufer, die dann anschliessend ihre Stürmer steil und flach vors Tor anspielten. In der 20. Minute dann grosses Glück für die Rottaler. Der FCD lancierte einen mustergültigen Angriff über die Seite. Der Flügel lief bis zur Grundlinie und passte auf den heranstürmenden Mitspieler zurück. Dessen Abschluss aus 16m streifte noch die Torumrandung. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte sich Ruswil noch keine nennenswerte Chance erspielen. In der 25. Minute dann das erste Ausrufezeichen der Nuaj/Pfrunder/Bussmann-Boys. Livio Spaar leitete den Ball per Kopf auf den aufgerückten Joel Bachmann weiter. Dieser tauchte gefährlich vor Torhüter Accola auf. Jedoch spielte Accola gut mit und luchste Bachmann den Ball im letzten Moment ab. Die 31. Minute lief und erneut war es der FC Dagmersellen, der mit einem satten Schuss nur knapp über das Tor gefährlich wurde. Es musste bis zur 37. Minute dauern bis der FC Ruswil den ersten Torschuss vermelden konnte. Fazit zum Pausentee: Der FC Ruswil war zwar mehr im Ballbesitz konnte aber nichts daraus kreieren.  Die Zuspiele waren entweder zu ungenau oder die benötigte Kreativität um ein Überraschungsmoment zu schaffen waren nicht vorhanden. Dagmersellen ihrerseits setzte Nadelstiche mit gutem und einfachem Zuspiel.

Keine Reaktion nach der Pause

Leider wurde im Pausentee wohl nicht die richtigen Worte gefunden. Erneut war es Dagmersellen, die in der 47. Minute nach einem Eckstoss einen Kopfball nur knapp über das Tor setzten. Die benötigte Aggressivität seitens Ruswil, um das Spiel in die richtigen Bahnen zu leiten, fehlte bis anhin immer noch. Es lief die 60. Minute als Livio Spaar alleine auf den gegnerischen Torhüter laufen konnte. Diese gute Aktion wurde aber wegen einem Offside abgepfiffen. Luca Reichmuth konnte in der 61. Minute einen Freistoss aus 25m treten. Sein satter Schuss verfehlte das Tor nur knapp. Zu diesem Zeitpunkt war Ruswil klar stärker als Dagmersellen. In der 67. Minute konnte Matthias (Hizu) Bühlmann eine hohe Hereingabe nicht wunschgemäss drücken und so landete sein Kopfball neben dem Tor.

Schlussofffensive der Ruswiler

Es war die 80. Minute angebrochen und die Bemühungen der Rottaler nahmen zu um zum gewünschten Ausgleich zu kommen. So setzte der Captain Fabian Florin seinen Ball in der 82. nur knapp neben das Tor. Die grösste Ausgleichschance hatte dann aber Pasci Lang in der 86. Minute. Im Getümmel fand der Ball im Strafraum plötzlich zu ihm. Sein Schuss wurde aber vom gegnerischen Torhüter stark pariert. Im Gegenzug musste der Ruswiler Torhüter Fabian Schärli in der 90. Minute sein ganzes Können auspacken. Ein sehr gut getretener Freistoss aus 18m kratzte Fabian aus der rechten, unteren Ecke.

Fazit: Die Ruswiler kamen erst die letzten zehn Minuten auf Touren und zeigten erst dann zu welchem Spiel sie eigentlich fähig wären. Erst dann konnten sie mit Aggressivität und Tempo den Gegner unter Druck setzen und kamen so zu guten Torchancen. Aber zehn gute Minuten genügen leider nicht um ein gut organisiertes Dagmersellen zu schlagen. Hier muss sich Ruswil selber an der Nase nehmen und früher den technisch, guten Fussball spielen, den sie auszeichnet und auch stark macht.

Will man die hintere Tabellenhälfte Richtung Mittelfeld verlassen, so ist ein Sieg gegen den SC Reiden am kommenden Samstag Pflicht. Der SC Reiden belegt mit drei Punkten den neunten Platz. Ruswil liegt mit vier Punkten auf dem achten Platz. Das Spiel startet um 17.45 Uh auf dem heimischen Schützenberg. Hopp Rusmu!

Thomas Marin